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Prozesse - Bückeburg

Fünfeinhalb Jahre Haft nach tödlichem Schuss auf Partygast

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Bückeburg (dpa/lni) - Weil er einen Partygast erschossen hat, muss ein 29-Jähriger aus dem Dorf Steinbergen im Landkreis Schaumburg für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Mann sei wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Nötigung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt worden, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Bückeburg am Montag mit. Die Mutter des 22 Jahre alten Opfers, das aus Porta Westfalica stammte, war als Nebenklägerin in dem Prozess aufgetreten. Ihr sprachen die Richter 10 000 Euro Schmerzensgeld sowie die Übernahme der Beerdigungskosten zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach Darstellung des angeklagten Deutschen hatte sich der Schuss versehentlich beim Herumspielen mit der Waffe gelöst. Laut Anklage hatten beide Männer vor der Tat im Dezember 2018 auf einer Privatparty gestritten. Zeugen alarmierten nach dem Schuss am Tresen die Rettungskräfte. Der 22-Jährige starb noch am Tatort, in einer Wohnung in Steinbergen. Der jetzt Verurteilte wurde wenig später festgenommen und gab an, die Waffe weggeworfen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine neunjährige Freiheitsstrafe wegen Totschlags gefordert, die Verteidigung eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung. (Az. 4 Ks 204 Js 11135/18)