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Prozesse - Berlin

Mann durch Schläge und Tritte verletzt? Angeklagte schweigen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Drei Angeklagte, die einen 34 Jahre alten Mann auf einem Gehweg in Berlin-Spandau attackiert und schwer verletzt haben sollen, haben vor dem Landgericht geschwiegen. Die Verteidiger sagten zu Prozessbeginn am Donnerstag, die 25- bis 28-Jährigen würden sich möglicherwiese zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Ein 28-Jähriger soll den Geschädigten im Dezember 2015 mit einer Bierflasche und der Faust niedergeschlagen haben. Anschließend hätten alle Angeklagten auf den am Boden liegenden Mann eingetreten. Der Student erlitt schwere Kopfverletzungen.

Der 34-Jährige sagte als erster Zeuge im Prozess, er sei damals aus einer Bar gekommen. An die Tat habe er kaum Erinnerungen. "Ich bekam einen dumpfen Schlag, dann flogen die Fäuste." Er habe unter anderem eine Schädelfraktur und Gehirnblutungen erlitten.

In einem ersten Prozessanlauf im Januar 2018 hatten sich die drei Angeklagten geäußert und erklärt, dass die Gewalt nicht von ihnen ausgegangen sei. Der 25-Jährige sagte, nach einem Schlag habe er sich gewehrt. Ein weiterer Angeklagter erklärte, als er schlichten wollte, sei auch er geschlagen worden. Ein 27-Jähriger gab zu Protokoll, dass er an der Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen sei. Der Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung wird am 15. Oktober fortgesetzt.