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Prozesse - Berlin

Ehefrau fast totgeschlagen: Rentner schweigt vor Gericht

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Berlin (dpa/bb) - Ein 75-jähriger Berliner, der seine Ehefrau mit einem metallenen Lampenfuß attackiert und schwer verletzt haben soll, hat vor dem Landgericht zunächst geschwiegen. Der Rentner habe die 84 Jahre alte Geschädigte töten wollen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Dienstag verlesenen Anklage. Der Rentner werde sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt zum Vorwurf des versuchten Totschlags äußern, kündigte die Verteidigerin an.

Der 75-Jährige soll die Geschädigte in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Zehlendorf angegriffen haben. Mehrfach habe er mit einem Lampenfuß auf den Kopf der Frau eingeschlagen, heißt es in der Anklage. Ihr Leben habe nur gerettet werden können, weil der Angeklagte selbst rechtzeitig die Polizei alarmiert habe.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 75-Jährige bei der Tat nur eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig gewesen sei. Er ist vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Für den Prozess sind fünf weitere Tage bis zum 9. Mai vorgesehen.