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Prozesse - Berlin

Angeklagter schweigt zu Raubüberfällen in Gaststätten

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Berlin (dpa/bb) - Ein mutmaßlicher Räuber, der zwei Gaststätten in Berlin überfallen und insgesamt rund 11 000 Euro erbeutet haben soll, hat vor dem Landgericht die Aussage verweigert. Der 26-Jährige soll im September 2018 eine 74 Jahre alte Frau in ihrem Lokal im Stadtteil Moabit derart geschubst haben, dass sie stürzte. Sechs Wochen später habe er in einem Restaurant in Berlin-Prenzlauer Berg eine Mitarbeiterin mit einem Messer bedroht und 7500 Euro erbeutet, heißt es in der am Freitag zu Prozessbeginn verlesenen Anklageschrift.

Die 74-Jährige wurde den Ermittlungen zufolge im Hinterzimmer ihres Lokals angegriffen. Der Angeklagte soll ihr eine kleine Tasche mit Bargeld in Höhe von fast 3500 Euro entrissen haben. Durch einen heftigen Stoß des mutmaßlichen Täters sei die Frau zwischen eine Kühltruhe und zwei Fahrräder gefallen. Bei der weiteren Tat Anfang November 2018 soll der Angeklagte mit einem etwa 30 Zentimeter langen Messer gedroht haben.

Auf die Spur des 26-Jährigen soll unter anderem ein bei dem zweiten Überfall genutztes Fluchtauto geführt haben. Der Mann sitzt seit vier Monaten in Untersuchungshaft. Der Prozess wegen schweren Raubes wird am 22. März mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt.