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Polizei - München

"Radl-Uniform" für bayerische Polizei soll bis 2020 kommen

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München (dpa/lby) - Noch radeln sie in normaler Einsatzkleidung: Die Fahrradstreifen der bayerischen Polizei sollen bis zum kommenden Frühjahr eine "Radl-Uniform" bekommen. Eine endgültige Entscheidung über die Optik sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in München.

Im vergangenen April war ein sechsmonatiger Testversuch in München, Passau und Erlangen mit Trikots, gepolsterten Fahrradhosen, Softshell-Jacken und Helmen gestartet worden. Neben der grau-schwarzen Radbekleidung der österreichischen Polizei hatten zwölf Beamte auch die bei Einsätzen getragene neongelb-blaue Funktionskleidung der baden-württembergischen und der nordrhein-westfälischen Radl-Polizei getestet. Die Prüfkriterien: Atmungsaktivität, Witterungsbeständigkeit und Sicherheit. Alle Bekleidungsstücke schnitten laut Innenministerium im Praxistest gut ab.

Die bayerische "Radl-Uniform" soll eine Kombination aus den getesteten Kleidungsstücken werden. Aktuell sei man an der Beschaffung und Entwicklung der Muster dran - und zwar im "bayerischen Design", sagte der Sprecher, ohne Details zu nennen. Grundsätzlich werde man sich am Stil der bayerischen Polizei orientieren.

Als nächstes werden die Uniformen noch einmal im Dienst getestet. Pro Ausstattungspaket etwa mit Helm, Regenschutz und Funktionsbekleidung rechnete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit rund 500 Euro.

Bayernweit sind dem Innenministerium zufolge in der wärmeren Jahreszeit rund 400 Beamte auf Fahrrädern unterwegs. Sie sind vor allem in Parks und engen Fußgängerzonen zu sehen - also an Orten, die nicht für Streifenwagen geeignet sind. Die radelnden Beamten beteiligen sich auch bei der Fahndung nach Straftätern. Eine feste Fahrradstreife haben bislang nur wenige Städte in Bayern. Die Polizeipräsidien entscheiden selbst, ob sie Diensträder anschaffen.