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Polizei - Kiel

Polizeianwärter beeindruckt vom Besuch in Yad Vashem

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Kiel (dpa/lno) - Polizeianwärter aus Schleswig-Holstein haben sich in einem Gespräch mit Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) nach Angaben seines Ressorts beeindruckt von ihrem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel gezeigt. "Ich habe die Reise als Geschenk empfunden", sagte laut Innenministerium am Dienstag die Anwärterin Emilia Kaufmann. "Ich habe jetzt eine andere Sicht auf den Holocaust, durch die persönlichen Geschichten einzelner Menschen in der Gedenkstätte." 20 Polizeianwärter waren vor kurzem zu einer Studienreise in Israel.

Von einer unglaublich wichtigen Erfahrung für die künftigen Polizisten sprach Minister Grote. "Sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen - und vor allem mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte - das ist von zentraler Bedeutung." Er sei froh, dass dies im Rahmen der Polizeiausbildung möglich war und auch künftig jedes Jahr 20 Anwärter nach Israel reisen könnten.

"Die Menschen in Israel sind uns sehr dankbar entgegengetreten, weil wir bereit waren, uns in ihrem Land mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen", berichtete die Anwärterin Ricarda Sophie Blucha nach Ministeriumsangaben. Während der Reise vom 27. April bis zum 3. Mai hatten der Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium, Torsten Holleck, und Landespolizeidirektor Michael Wilksen eine Kooperationsvereinbarung mit der Gedenkstätte Yad Vashem unterzeichnet.