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Polizei - Hannover

Polizei verteidigt Festnahme von Jugendlichem am Vatertag

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Die Polizei Hannover hat einen aufgrund eines Augenzeugenvideos vieldiskutierten Einsatz am Vatertag verteidigt, bei dem ein 17-Jähriger nach dem Bespucken von Beamten festgenommen wurde. Der betrunkene Radfahrer sei zu Boden gebracht worden, weil er sich gegen die Feststellung seiner Personalien gewehrt habe, teilte die Polizei am Dienstag auf Twitter mit. Ein Unbeteiligter, der sich bei der Kontrolle habe einmischen wollen, sei zu Boden gerissen worden, weil er eine Beamtin angegangen habe. Eine Videosequenz der Festnahme sorgte im Internet für eine kontroverse Diskussion darüber, ob die Gewaltanwendung der Polizisten angemessen war. Das von einem Passanten erstellte Video wurde bisher mehr als 600 000 Mal geklickt.

Wie die Polizei betonte, ist es ihr gesetzlich erlaubt, einfache körperliche Gewalt als Form des unmittelbaren Zwangs anzuwenden. Auf der Videosequenz ist zu sehen, wie der Radfahrer von einem Polizeipferd gestreift wird und sich augenscheinlich zunächst nicht dagegen wehrt, dass die Polizei ihn stoppt. Der Unbeteiligte, der auf die Polizisten zuläuft und eine Beamtin von hinten berührt, wird von einem anderen Polizisten auf den Boden geworfen. Dieser junge Mann habe die Situation unnötig eskalieren lassen, urteilte die Polizei.

Der Jugendliche und die Polizei haben den Konflikt nach Angaben der Ermittler inzwischen bereinigt. Bereits am Samstag sei der 17-Jährige in Begleitung seines Vaters auf der Polizeiwache erschienen und habe sich bei den beteiligten Polizisten für sein Verhalten entschuldigt.