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Polizei - Frankfurt am Main

Trotz Erfolg: Vorerst keine weiteren KART-Einheiten geplant

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Wiesbaden/Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Für das hessische Innenministerium ist die Arbeit der Kontrolleinheit KART der Frankfurter Polizei gegen Autoposer, Raser und Tuner eine Erfolgsgeschichte. KART-Einheiten in anderen hessischen Städten seien aber derzeit dennoch nicht geplant, sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Der Bedarf (für eine solche Einheit) wurde zunächst vor allem in Frankfurt gesehen", sagt er. Daher sei das Modellprojekt im vergangenen Jahr eingeführt und nach einem Jahr im März zu einer Dauereinrichtung gemacht worden. Aus der Sicht des Ministeriums leiste das achtköpfige Team "sehr erfolgreiche Arbeit".

Allerdings gibt es den Angaben zufolge auch in anderen hessischen Polizeipräsidien ähnliche Arbeitseinheiten mit entsprechend ausgebildeten Beamten, sagte der Sprecher. Im Gegensatz zu KART handele es sich aber nicht um feste Einheiten.

Die Frankfurter Bilanz der Kontrolleinheit zeigt den Effekt der Arbeit: Allein in der Zeit des Modellprojekts vom März 2018 bis Ende März 2019 haben die KART-Polizisten 199 Fahrzeuge sichergestellt und mehr als 1100 Ordnungswidrigkeiten geahndet - unter anderem wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis oder des verursachten unnötigen Lärms. Hinzu kamen fast 100 Strafanzeigen und sieben Anzeigen wegen des Verdachts auf illegale Rennen.