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Polen und Deutsche passen DNA-Analysen an

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Schwerin/Berlin (dpa) - Polnische und deutsche Sicherheitsbehörden wollen sich besser auf mögliche Terrorlagen vorbereiten. Dem dient ein neues Projekt, mit dem Ergebnisse von DNA-Analysen künftig schneller und rechtssicher ausgetauscht sowie genutzt werden könnten. Das teilten die Verantwortlichen am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts vor rund 100 Beamten in Misdroy (Międzyzdroj) bei Stettin (Szczecin) mit.

Anlass für das deutsch-polnische Vorhaben war das Berliner Attentat am Breitscheidplatz mit zwölf Toten im Dezember 2016, wie der Vizekommandant der Stettiner Polizei Jaroslaw Pasterski sagte. "Dieser Bandit Anis Amri hat damals erst einen polnischen Lkw-Fahrer getötet", erklärte Pasterski. Amri hatte den Lkw dann auf den Weihnachtsmarkt gesteuert.

Bei den folgenden länderübergreifenden Ermittlungen habe es - wie eine Auswertung ergab - Verzögerungen gegeben, was nicht passieren dürfe. Das Projekt "Identifizierung und Bekämpfung des Terrorismus und der grenzüberschreitenden Kriminalität im Bereich der DNA-Diagnostik und der nötigen IT-Infrastruktur" wird von EU und Projektträgern mit rund 1,2 Millionen Euro bis Ende 2020 finanziert.