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Lawinenabgang in der Schweiz: Verletzter Franzose gestorben

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Rettungskräfte sind im Einsatz. Menschen aus Schneemassen einer Lawine zu retten, ist ein Wettlauf mit der Zeit. Nach 30 Minuten sinken die Überlebenschancen rapide. Foto: Denis Mentha/KEYSTONE

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Crans Montana (dpa) - Nach dem Abgang einer Lawine auf eine Skipiste in der Schweiz sind bei der Polizei bis zum Morgen keine weiteren Menschen vermisst gemeldet worden. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Polizei über Nacht dennoch in den Schneemassen nach möglichen Opfern gesucht.

Die Suche wurde dann eingestellt. Ein schwer verletzter Mann hat das Unglück nach Polizeiangaben nicht überlebt. Der 34 Jahre alte Franzose starb im Krankenhaus. Drei weitere Personen waren bei Crans Montana am Dienstag leicht verletzt aus den Schneemassen gerettet worden. Ob es sich bei den Opfern um Einheimische oder Touristen handelte, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Menschen aus Schneemassen einer Lawine zu retten, ist ein Wettlauf mit der Zeit. Nach 30 Minuten sinken die Überlebenschancen rapide. Der Bürgermeister des Ortes, Nicolas Féraud, hatte am Nachmittag zunächst befürchtet, dass bis zu einem Dutzend Menschen von den Schneemassen mitgerissen worden sein könnten. Im Einsatz waren zeitweise mehr als 240 Helfer teils mit Suchhunden.

Die Lawine hatte eine freigegebene Skipiste auf einer Länge von mehreren hundert Metern begraben. Das Wetter war bestens, der Lawinenwarndienst hatte die Gefahr eines Abgangs als gering eingeschätzt. Ermittler prüfen, ob Skifahrer abseits der Pisten die Lawine ausgelöst haben.

Skipisten sind normalerweise vor Naturgefahren geschützt. Dass Lawinen auf präparierte Pisten niedergehen, ist äußerst selten. In den vergangenen zehn Jahren wurde nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in der ganzen Schweiz ein Skifahrer auf einer Piste von einer Lawine getötet.

Im offenen Gelände, wo Tourenskifahrer abseits der Pisten unterwegs sind, kamen dagegen in zehn Jahren mehr als 220 Menschen durch Lawinen ums Leben, wie Lawinenexperte Kurt Winkler dem Sender SRF sagte.