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Fernbusunfall auf der A9: Getötete Frau stammt aus Italien

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Leipzig (dpa) - Nach dem schweren Fernbusunfall auf der Autobahn 9 steht die Identität der getöteten Frau fest. Es handele sich um eine 63 Jahre alte Italienerin aus Trento, sagte Andreas Ricken, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, am Mittwoch. Sie war gemeinsam mit ihrer 24 Jahre alten Tochter und deren 25-jährigen Freund auf dem Weg nach München. Der Flixbus war am Sonntagabend auf der Autobahn 9 in der Nähe von Leipzig verunglückt und auf die Seite gekippt.

Die 63-Jährige starb laut Staatsanwaltschaft noch am Unfallort auf der Autobahn. Die Leiche war in der Rechtsmedizin untersucht worden, um jeden Zweifel an der Identität auszuräumen. Die Tochter und der Freund wurden bei dem Unglück verletzt. Die Italiener kamen aus Berlin, wo sie das Champions-League-Finale im Volleyball besucht hatten. Das geht aus einem Facebook-Post des Vereins Lube Volley hervor, dessen Anhängerin die 63-Jährige war.

Der Fernbus war an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt von der mittleren Fahrspur nach rechts abgekommen, augenscheinlich eine Böschung hochgefahren und umgekippt. Eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe. Wo die Frau im Bus saß, konnte der Behördensprecher nicht sagen.

Der Bus war auf dem Weg von Berlin nach München. 74 Fahrgäste waren an Bord. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen den 59 Jahre alten Busfahrer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Der Mann war schwer verletzt worden. Bislang habe er noch nicht befragt werden können, sagte Ricken. Deswegen ist auch immer noch unklar, was den folgenschweren Unfall ausgelöst hat.

Das Unternehmen Flixbus hatte mitgeteilt, dass der Fahrer sich an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gehalten habe. Das hätten polizeiliche Ermittlungen und die Auswertung interner GPS-Daten ergeben.