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Notfälle - Wuppertal

Helfer retten Besitz aus evakuiertem Haus

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Wuppertal (dpa/lnw) - Fünf Wochen nach der Evakuierung mehrerer einsturzgefährdeter Häuser in Wuppertal haben Einsatzkräfte die Habseligkeiten aus dem am schwersten getroffenen Gebäude geholt. Nach aufwendigen Vorarbeiten schafften die Helfer das Hab und Gut von sieben Bewohnern aus dem Gründerzeitgebäude, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Fünf Häuser waren am 10. März evakuiert worden, weil sich unter ihnen Hohlräume gebildet hatten. Rund 50 Bewohner seien seitdem in städtischen Wohnungen oder privat untergekommen. Aus vier Häusern war der Besitz der Betroffenen bereits geholt worden, nur das Gründerzeithaus von 1901 fehlte noch.

Bevor Kräfte von THW und Feuerwehr das Gebäude am Dienstag betreten konnten, war es von außen und innen mit Holzplatten und Gerüsten stabilisiert worden. Die Bewohner verfolgten die Arbeiten aus sicherem Abstand. Laut Stadt-Sprecherin gehen die Messungen, Bohrungen und die unterirdische Verfüllung von Hohlräumen mit vielen Tonnen Beton weiter. Wie lange die Arbeiten noch dauern und ob das am schwersten betroffene Haus Nummer 45 abgerissen werde, sei noch unklar. Die Ursache für das Absacken des Untergrunds stehe bislang nicht fest, es handele sich aber nicht um Bergbauschäden. Die Bewohner waren am 10. März durch lautes Knacken und Risse in den Wänden aufgeschreckt worden.