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Notfälle - Osnabrück

Bistümer sehen Kirchen vor Bränden geschützt

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Osnabrück/Hildesheim (dpa/lni) - Nach dem verheerenden Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sehen die katholische und evangelische Kirche in Niedersachsen ihre Gebäude gut gegen Brände gerüstet. "Der Hildesheimer Dom verfügt über ein flächendeckendes Brandmeldesystem, und wenn ein Brand auftreten würde, würde er früh erkannt werden und könnte auch früh gelöscht werden", sagte am Dienstag ein Sprecher des Bistums Hildesheim. Auch im Osnabrücker Dom gebe es nach einer vor einigen Jahren vorgenommenen Renovierung Steigleitungen für Löschwasser, sagte ein Bistumssprecher. Außerdem gebe es in regelmäßigen Abständen Brandschauen durch Experten der Feuerwehr - das gelte für alle Gebäude der Kirche, auch in den Gemeinden.

Der im Krieg zerstörte Hildesheimer Dom sei beim Wiederaufbau mit einer Stahldachkonstruktion versehen worden, sagte der Bistumssprecher. "Im Falle eines solchen Brandes wie in Paris würde die Dachkonstruktion stehen bleiben."

In der Hannoverschen Landeskirche müssen die Kirchengemeinden jedes Jahr eine Baubegehung in den Kirchen durchführen und Mängel kurzfristig beheben, sagte der Baudirektor der Landeskirche, Werner Lemke. Im Turnus von drei Jahren führen auch die Ämter für Bau- und Kunstpflege eine Baubegehung durch und listen alle erkannten Mängel auf. Hinzu kommen Prüfungen von der evangelischen Fachstelle für Arbeitssicherheit (EFAS). Bei diesen Begutachtungen sollen auch Mängel an elektrischen Anlagen erkannt werden.