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Notfälle - Lübeck

Strenge Brandschutzbestimmungen für Lübecker Kirchen

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Lübeck (dpa/lno) - Nach dem verheerenden Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame gibt der Kirchenkreis Lübeck für die historischen Kirchen in der Hansestadt Entwarnung. Beim Wiederaufbau der Lübecker Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg habe man für die Turmhelme und teilweise auch für die Dächer nichtbrennbare Materialien verwendet, sagte der stellvertretende Leiter der Kirchenbauabteilung des Kirchenkreises, Jürgen Rösing, am Dienstag. Außerdem gebe es in den Innenstadtgemeinden Brandschutzkonzepte, die fortlaufend aktualisiert würden, sagte Rösing.

Statt aus Holz bestehen nach Angaben des Kirchenbauexperten die Turmhelme des Doms und der Marienkirche aus einer speziellen Leichtbeton-Konstruktion. Man habe aus den Bränden nach der Bombardierung Lübecks durch die Alliierten im März 1942 gelernt, sagte Rösing. Damals waren nach seinen Angaben die brennenden Turmhelme auf die Kirchendächer gestürzt und hatten sie in Brand gesetzt. Drei der fünf aus dem Mittelalter stammenden Innenstadtkirchen wurden durch die Brände nach dem Bombenangriff schwer beschädigt.

In Schleswig-Holstein gab es im Dezember 2003 einen verheerenden Kirchenbrand. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen setzte damals ein Kurzschluss in einem Sicherungskasten die St.-Severin-Kirche in Hanerau-Hademarschen im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Brand. Die mittelalterliche Feldsteinkirche brannte bis auf die Grundmauern nieder.