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Notfälle - Homberg (Efze)

Wildpark-Wolf seit einem Monat verschwunden

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Homberg/Efze (dpa/lhe) - Rund einen Monat nach dem Ausbruch von zwei Wölfen in Nordhessen hat der Wildpark Knüll das zweite Tier noch nicht einfangen können. "Wir geben die Hoffnung nicht auf. Aber es wird zunehmend schwieriger. Und die Wahrscheinlichkeit, das Tier wiederzubekommen, sinkt", sagte ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Landkreis ist Betreiber des Parks. Die Meldungen von Augenzeugen, die den Wolf gesichtet haben wollen, würden auch weniger und vor allem widersprüchlicher.

Zwei Wölfe waren am 18. Januar aus ihrem Gehege im ausgebrochen. Ein Wolf wurde aus Sicherheitsgründen im frei zugänglichen Teil des Parks erschossen, dem zweiten gelang die Flucht. Seither versucht der Wildpark das Tier einzufangen. Doch die eingerichtete Futterstelle zum Anlocken des Tieres habe der Wolf nicht angenommen. In Lebendfallen tappte er ebenfalls nicht.

"Unsere Strategie hat bislang nicht funktioniert" räumte der Sprecher ein. Wenn es Sichtungsmeldungen von Augenzeugen gab, kam der mit einem Narkosegewehr angerückte Experte immer zu spät. Aufgrund des getauten Schnees verschlechtere sich nun auch die Spurenlage. Den Wolf in Freiheit zu belassen, sei für die Zukunft eine Option. "Das muss aber rechtlich geprüft werden. Damit wollen wir warten. Das Ziel bleibt vorerst, den Wolf zu fangen", sagte der Sprecher.

Die Zäune am Wolfsgehege wurden unterdessen repariert und verstärkt. Seit dem 6. Februar hat der Park wieder geöffnet. Bei schönem Wetter rechnet der Wildpark am Wochenende mit mehr Besuchern. "Da werden bestimmt einige Neugierige dabei sein." Für den Sonntag steht eine bereits seit langem geplante Wolfs-Nacht auf dem Programm. Von 18.00 Uhr an können Besucher eine Fütterung beobachten und bekommen Informationen rund um die Tiere serviert.