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Notfälle - Erfurt

Notfallseelsorger: Immer mehr Anfragen aus Schulen

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Erfurt (dpa/th) - Notfallseelsorger kommen immer öfter an Schulen zum Einsatz. In den vergangenen Jahren habe die Anfrage im schulischen Kontext enorm zugenommen, sagte Ralf Radix, Vorsitzender der Konferenz Evangelische Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er führte die gestiegene Anfrage an die Helfer aber nicht auf mehr Notfälle zurück: "Die Sensibilität für das Thema ist gestiegen und Lehrer wissen, dass es die Notfallseelsorger und die Kriseninterventionsteams gibt."

Radix äußerte sich am Mittwoch in Erfurt vor Beginn des mehrtägigen Bundeskongresses der Notfallseelsorge und Krisenintervention. Dabei tauschen sich rund 350 in psychosozialen Bereichen speziell ausgebildete Helfer über den Umgang mit Krisen an Schulen aus. Notfallseelsorger - häufig Pfarrer der großen christlichen Kirchen - und ihre nicht geistlichen Kollegen kümmern sich auch um Schüler, Lehrer und Eltern nach schlimmen Ereignissen. Sie unterstützen etwa, wenn es an einer Schule einen Amoklauf gab, ein Schulbus verunglückt, oder ein Mitschüler stirbt.