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Kriminalität

Stadt Utrecht: Menschen sollen Häuser nicht verlassen

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Krankenwagen stehen neben einer Straßenbahn in Utrecht. Foto: Peter Dejong/AP

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Utrecht (dpa) - Nach den Schüssen in Utrecht sollen die Menschen in der Stadt ihre Häuser nicht verlassen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Weitere Zwischenfälle seien nicht ausgeschlossen. Die Polizei suche noch nach dem Täter.

Pieter-Jaap Aalbersberg, der niederländische Antiterror-Koordinator, sagte am Mittag: "Was wir auf jeden Fall wissen, ist, dass ein Täter auf der Flucht ist." Nach seinen Worten gab es Schüsse an mehreren Orten, ohne dass Aalbersberg das näher erläuterte. Das konnte die Polizei von Utrecht hingegen nicht bestätigen.

Angesichts der höchsten Terroralarmstufe in der Region wurde im niederländischen Regierungszentrum, dem Binnenhof in Den Haag, vor dem Parlament und dem Amtssitz des Ministerpräsidenten die Polizeipräsenz verstärkt. Regierungschef Mark Rutte will um 14.30 Uhr eine Pressekonferenz geben.

Die Schüsse waren in einer Straßenbahn abgefeuert worden. Nach Informationen von Medien wurde mindestens ein Mensch getötet. Drei weitere Opfer seien ins Krankenhaus gebracht worden, wie das niederländische Fernsehen und die Zeitung "De Telegraaf" berichteten. Mehrere Menschen seien am Tatort bei der Straßenbahn medizinisch versorgt worden.

Auch die Universität der niederländischen Stadt schloss ihre Türen. Alle Studenten wurden aufgefordert, in den Uni-Gebäuden zu bleiben. Die Polizei sperrte eine Straße in Utrecht ab. Mitglieder einer Anti-Terror-Einheit drangen nach Berichten niederländischer Reporter in eine Wohnung ein. Schüsse seien nicht zu hören gewesen.