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Kriminalität

Polizei fasst mutmaßliche Räuber aus Rotterdam hinter Grenze

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Bad Bentheim (dpa/lni) - Niederländische und deutsche Fahnder haben nach einer spektakulären Verfolgungsfahrt über die Grenze hinweg zwei mutmaßliche Räuber in der Grafschaft Bentheim gefasst. Ein automatisches Kennzeichenlesegerät hatte am Montagnachmittag auf niederländischer Seite der A30 ein gesuchtes Auto gemeldet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die niederländische Polizei nahm gemeinsam mit einer Streife des grenzüberschreitenden Polizeiteams die Verfolgung auf. Doch der Fahrer des Wagens ignorierte das Stoppzeichen und raste Richtung Deutschland. Die Insassen wurden wegen eines Überfalls auf eine 97-jährige Frau in Rotterdam gesucht.

In der Anschlussstelle Schüttorf verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto. Es schleuderte von der Straße und kam auf einer Grünfläche zum Stehen. Die drei Insassen versuchten zu fliehen. Einen 25-Jährigen konnten die Beamten noch an der Unfallstelle festnehmen. Einen zweiten 25-Jährigen fassten sie nach einer aufwendigen Suche mit einem Polizeihubschrauber und 16 Streifenwagen. Die beiden sollten von der Bundespolizei einem Haftrichter vorgeführt und in die Niederlande ausgeliefert werden. Nach dem dritten Insassen wurde weiter gefahndet. Die drei sollen sich vor einem Monat in Rotterdam als Gemeindemitarbeiter ausgegeben und sich Zutritt zur Wohnung einer 97-Jährigen verschafft haben. Laut kreischend verscheuchte die alte Frau die Räuber, die mit ihrem gesamten Schmuck flüchteten.