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Kriminalität - Wiesbaden

Habeck: Im Fall Lübcke Verbindung zu NSU-Komplex prüfen

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Berlin (dpa) - Die Grünen fordern im Mordfall Lübcke umfassende Ermittlungen zu möglichen rechtsextremen Netzwerken. "Die Sicherheitsbehörden müssen mögliche rechtsextreme oder rechtsterroristische Strukturen schnell, gründlich und umfassend durchleuchten", sagte Parteichef Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur. "Dazu gehört zu prüfen, ob es auch mögliche Verbindungen zu anderen Fällen wie dem NSU-Komplex gibt." Es sei gut, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen schnell an sich gezogen habe.

"Dieser Fall hat eine historische Dimension", sagte Habeck. Wenn sich der Verdacht erhärte, dann sei dies der erste gezielte rechtsextreme Mord an einem deutschen Politiker seit 1945. "Das ist eine Zäsur und eine neue Dimension rechter Gewalt."

Der rechtsextremen Terrorgruppe NSU werden zehn Morde zugerechnet; neun Opfer waren Gewerbetreibende mit türkischen und griechischen Wurzeln. Zudem wurde in Heilbronn eine junge Polizistin erschossen.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Der 45-jährige Stephan E. sitzt seit Sonntag unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Motiv aus.