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Kriminalität - Salzgitter

Hintergründe zu zwei Toten nach SEK-Einsatz noch unklar

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Salzgitter (dpa/lni) - Die Ermittler wollen Details zu den Vorgängen rund um einen tödlichen SEK-Einsatz in Salzgitter noch nicht preisgeben. Fest stehe mittlerweile, dass ein leblos in einer Wohnung gefundener 22-jähriger Mann nicht eines natürlichen Todes starb, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag mit. Die Ermittler vermuten, dass ein 28-Jähriger, der in der Wohnung wohnte, den 22-Jährigen getötet hat. Aber auch der Suizid des jüngeren Mannes könne nicht ausgeschlossen werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte Behördensprecherin Julia Meyer. Wodurch der 22-Jährige starb, wollte sie nicht sagen.

Am Donnerstagabend war die Polizei nach Salzgitter-Fredenberg gerufen worden. Der 28-Jährige hatte sich in einer Wohnung eines Bekannten verbarrikadiert, daher wurden die Spezialkräfte alarmiert. Die Gespräche mit dem Mann scheiterten, die Beamten wurden nach eigenen Angaben von dem 28-Jährigen in einem abgedunkelten Raum mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht. Als der Mann auf Warnschüsse nicht reagiert habe, habe ein Beamter ihn erschossen.

Nach dem Einsatz durchsuchte die Polizei die Wohnung des 28-Jährigen in einer benachbarten Straße und fand dort den leblosen 22 Jahre alten Mann. Der starb wohl schon Tage vorher. In welchem persönlichen Verhältnis die beiden Toten zueinander standen, wurde bislang nicht mitgeteilt.