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Kriminalität - Osnabrück

Prozess wegen Schummelsoftware beginnt kommende Woche

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Osnabrück (dpa/lni) - Sie sollen Tausende China-Restaurants mit manipulierten Kassen ausgerüstet haben, damit die Ladenbesitzer Steuern hinterziehen konnten - nun müssen sich zwei Brüder deswegen vor dem Landgericht Osnabrück verantworten. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte, soll der Prozess gegen beide am kommenden Dienstag starten und bis Ende Oktober dauern. Die zuständige Staatsanwaltschaft Oldenburg hat acht Fälle aus Niedersachsen angeklagt, bei denen dem Fiskus zwischen 2012 und 2018 rund sechs Millionen Euro Umsatz-, Gewerbe- und Einkommenssteuern vorenthalten worden sein sollen.

Die Gelsenkirchener Firma der beiden Brüder sollen Restaurantbetreibern ein manipuliertes Kassensystem verkauft haben. Damit sei es möglich gewesen, weniger Umsätze zu registrieren als tatsächlich gemacht wurden, ohne dass es auffiel. Die Betreiber sollen die Betrugssoftware mit einem speziellen Code oder einem USB-Stick ein- und ausgeschaltet haben.