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Kriminalität - Kassel

Drogen und Mobiltelefone: Ermittlungen gegen JVA-Mitarbeiter

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Kassel (dpa/lhe) - Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Kassel I steht im Verdacht, am Handel von Drogen und Mobiltelefonen hinter Gittern beteiligt gewesen zu sein. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, wird gegen den 50 Jahre alten Mann ermittelt. Gemeinsam mit einem Inhaftierten und einem früheren Gefangenen soll er dafür gesorgt haben, dass Drogen und Mobiltelefone im Gefängnis gehandelt wurden. Die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) hatte zuvor über den Fall berichtet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Wohnungen des JVA-Mitarbeiters und des ehemaligen Häftlings durchsucht wurden.

Nähere Angaben machte er zu den Durchsuchungen zunächst nicht. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln gegen die drei Männer. Es bestehe der Verdacht, dass der JVA-Mitarbeiter für seine Hilfe bezahlt wurde. Gegen ihn werde daher auch wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit ermittelt. Informationen, wonach der 50 Jahre alte Mann bereits 2014 im Verdacht stand, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben, seien zutreffend, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. "Der Verdacht hatte sich damals aber nicht erhärtet", fügte er hinzu. Die Ermittlungen seien damals eingestellt worden.