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Kriminalität - Gießen

Landgericht verhandelt tödlichen Sturz von Sprungturm

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Gießen (dpa/lhe) - Dreieinhalb Jahre nach dem tragischen Unfall eines Mädchens in einem Kletterpark im Vogelsberg-Ort Schotten hat der Prozess gegen die Betreiber wegen fahrlässiger Tötung begonnen. Es sei für sie nach wie vor "unglaublich, dass so ein schreckliches Unglück bei uns passiert ist", sagte einer der beiden Angeklagten zu Beginn der Verhandlung am Dienstag vor dem Landgericht Gießen.

Das zwölf Jahre alte Mädchen war laut Anklage im August 2015 bei einem unkontrollierten Sturz von einem Sprungturm von dem mit Luft gefüllten Sprungkissen abgeprallt und mit dem Kopf auf einem Felsen aufgeschlagen. Dabei verletzte sich das Kind so schwer, dass es nach einem Monat im Koma starb. Die Staatsanwaltschaft wirft den Betreibern vor, Sicherheitsvorkehrungen missachtet zu haben - unter anderem hätten in der Nähe des Kissens keine Steine liegen dürfen.

Die 42 und 44 Jahre alten Angeklagten sagten aus, die Felssteine seien damals von den Beteiligten nicht als Problem wahrgenommen worden. "Wenn jemand nur Ansatzweise gedacht hätte, dass jemand über den Airbag hinausspringen kann, hätten wir solch eine Veranstaltung nie gemacht." Das Urteil wird im März erwartet.