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Kriminalität - Erfurt

Bombendrohung am Landgericht: Nichts Verdächtiges gefunden

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Erfurt (dpa/th) - Wegen einer Bombendrohung ist am Freitag das Landgericht in Erfurt vorübergehend evakuiert worden. Die Arbeit konnte aber noch am Vormittag wiederaufgenommen werden, wie eine Polizeisprecherin sagte. Etwa 20 Menschen waren zuvor vorübergehend in Sicherheit gebracht worden. Die Polizei setzte einen Sprengstoffspürhund ein, der jedoch nicht anschlug. Die Ermittler hätten bislang nichts Verdächtiges gefunden, sagte eine Polizeisprecherin. Kriminalpolizei und Landeskriminalamt ermitteln wegen der Androhung einer Straftat.

Wie in anderen deutschen Städten ging die Bombendrohung auch in Erfurt als E-Mail ein. Neben Thüringens Landeshauptstadt waren noch die Landgerichte in Potsdam, Magdeburg, Wiesbaden und Kiel betroffen. Nach Angaben der Polizei in Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter. In Kiel war die Bombendrohung an das Landgericht mit "nationalsozialistische Offensive" unterschrieben. Eine Einschätzung, wie real ein rechtsextremistischer Hintergrund sein könnte, ist laut Polizei bisher nicht möglich.

Auch in Thüringen trug die E-Mail die Unterschrift wie in Kiel. Das bestätigte eine Sprecherin des Landeskriminalamts. Ob es tatsächlich einen politischen Hintergrund der Tat gibt, sei aber noch unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen."