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Kriminalität - Detmold

Fall Lügde: Bislang 16 Opfer als Nebenkläger zugelassen

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Lügde/Detmold (dpa) - Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde in Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Detmold bislang 16 Opfer als Nebenkläger zugelassen. Sie werden nach Angaben von Gerichtssprecher Wolfram Wormuth in der anstehenden Hauptverhandlung von neun Rechtsanwälten vertreten. Diese Zahl kann sich nach Angaben des Gerichts bis zu einem Prozessauftakt aber noch ändern. Der Prozess könnte nach der bisherigen Planung am 27. Juni beginnen. Am Donnerstag hatte das Landgericht den Eingang einer dritten Anklage in dem Fall bestätigt.

Auf dem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg zahlreiche Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Dem 56-jährigen Hauptverdächtigen wirft die Staatsanwaltschaft in der Anklage 293 Fälle vor. Demnach soll sich der Mann unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen, schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie dem Besitz von kinderpornografischen Schriften verantworten.