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Kriminalität - Berlin

Verdächtiger im Fall Lübcke: "Rechtsextremistische Karriere"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke ist nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich wie früher als Rechtsextremist in Erscheinung getreten. Der Mann habe eine Art rechtsextremistische Karriere vor allem in den 1980er und 1990er Jahren begonnen, sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang am Dienstag in Berlin. Seit dieser Zeit sei er auch auf dem Radar des Verfassungsschutzes gewesen. Zuletzt sei er aber "eher in der Hintergrund der Beobachtung getreten". Der 45-jährige Stephan E. sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Er steht in dem dringenden Verdacht, Anfang Juni den Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) durch einen Kopfschuss getötet zu haben.