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Kriminalität - Alfeld (Leine)

Falsche Polizisten machen erneut große Beute

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Alfeld/Bremen (dpa/lni) - Die Serie von Straftaten durch falsche Polizisten reißt nicht ab. In Alfeld erleichterten angebliche Beamte eine ältere Frau um Schmuck und Bargeld im Wert von zusammen rund 30 000 Euro. Wie die Polizei in Hildesheim am Mittwoch mitteilte, hatte ein Unbekannter der Seniorin zunächst am Telefon vorgegaukelt, sie werde von Einbrechern ausspioniert. Ihr Hab und Gut sei nicht mehr sicher. Sie solle es deshalb der Polizei übergeben. Die Seniorin leerte daraufhin ihr Schließfach bei der Bank und legte 20 000 Euro Bargeld und Schmuck im Wert von 10 000 Euro - wie von dem angeblichen Polizisten geraten - am Dienstag in einer Stofftasche vor ihrer Haustür ab. Dort wurde die Beute dann unbemerkt abgeholt.

Ebenfalls am Dienstag hatten zwei falsche Polizisten in Bremen einen Tankstellenpächter um seine Tageseinnahmen gebracht. Die unbekannten Täter stoppten den Wagen des Mannes und täuschten eine Kontrolle vor. Außer den Papieren verlangten sie auch größere Bargeldsummen zu sehen. Zum angeblichen Zählen setzte sich ein Täter in sein eigenes Auto. Der 34-jährige Pächter schöpfte aber Verdacht und versuchte, sein Geld im Auge zu behalten. Da wurde er von einem der Betrüger in den Schwitzkatzen genommen und mit Reizgas besprüht. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Wie in den Vorjahren haben falsche Polizisten auch in den ersten beiden Monaten 2019 schon mehrfach große Summen erbeutet. Alleine bei einer Tat Mitte Januar in Isernhagen bei Hannover ergaunerten die Betrüger Goldbarren im Wert vom 110 000 Euro.