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Orthodoxe Schwestern ziehen in leeres Kloster Arnstein

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Obernhof/Limburg (dpa) - In das traditionsreiche, inzwischen aber leerstehende Kloster Arnstein an der Lahn kommt wieder Leben: Eine griechisch-orthodoxe Schwesterngemeinschaft zieht hier vom 1. Juni an ein. Künftig trägt der in Teilen rund 900 Jahre alte große Klosterkomplex bei Obernhof im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis den Namen Dionysios Trikkis und Stagon, wie das Bistum Limburg am Freitag mitteilte. Dionysios gelte als Wiederbegründer des orthodoxen Mönchtums in Griechenland.

Zu den Schwerpunkten der künftig zwölf Schwestern im Kloster Arnstein gehören laut Bistum die Pflege ihrer Spiritualität und Liturgie sowie Gastfreundschaft, ökumenische Begegnung und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung. Die Schwestern sind größtenteils zwischen 30 und 50 Jahren alt und stammen aus mehreren Ländern. Sie sind nach Angaben des Bistums Limburg unter anderem in Theologie, Jura, byzantinischer Musik, Ikonenmalerei, der Herstellung landwirtschaftlicher Produkte und in ökologischer Landnutzung ausgebildet.

Im Dezember 2018 hatten die Arnsteiner Patres nach einem Jahrhundert das Kloster verlassen - wegen Nachwuchssorgen. Am Schluss wohnten weniger als fünf ältere Patres in dem Komplex. Er ist eine ehemalige Prämonstratenserabtei. 1919 errichteten die Arnsteiner Patres hier ihren ersten Konvent in Deutschland. Bereits seit dem 19. Jahrhundert gehört der Komplex dem Bistum Limburg. Dieses erstreckt sich auf hessisches und rheinland-pfälzisches Gebiet.