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Kirche - Vechta

Bischöfe sehen ausländische Priester nicht als Dauerlösung

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Hildesheim/Osnabrück (dpa/lni) - Weil in der katholischen Kirche Priesternachwuchs fehlt, sind zunehmend ausländische Geistliche in den niedersächsischen Gemeinden tätig. Im Bistum Hildesheim liegt ihr Anteil bei 31 Prozent, im Bistum Osnabrück bei etwa 29 Prozent. Die Bistümer sehen darin allerdings kein Zukunftsmodell. Zukünftig müssten mehr Frauen und Männer in Teams den Glauben weitergeben, sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. "Wir brauchen vor Ort Kleingruppen, die Verantwortung übernehmen." Lediglich für Zeiten des Übergangs könnten ausländische Priester eine Hilfe sein, meint der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Nach Schätzungen fehlen der katholischen sowie der evangelischen Kirche bundesweit bis 2030 jeweils etwa 7000 Geistliche, um alle Stellen für Priester und Pfarrer nachzubesetzen.