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Kirche - Speyer

Lorenz beklagt sinkende Mitgliederzahlen der Kirchen

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Speyer (dpa/lrs) - Synodalpräsident Hermann Lorenz hat in Speyer die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz eröffnet. In seiner Eröffnungsrede am Mittwoch beklagte sich Lorenz über zurückgehende Mitgliederzahlen der Kirchen und die dadurch entstehenden geringeren Einnahmen. Offenbar sei es nicht gelungen, "den Glauben unserer Kirchenmitglieder oder missionarische Impulse für die Gesamtbevölkerung zu stärken", sagte Lorenz laut Mitteilung. Dies sei jedoch die wichtigste Aufgabe der Landeskirche.

Auf der Landessynode, einer Versammlung von kirchlichen Vertretern zur Selbstverwaltung, werden die Mitglieder unter anderem über die Trauung von Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung entscheiden. Lorenz plädierte dafür, dem Entwurf zur völligen Gleichstellung homosexueller Paare zuzustimmen.

Christian Schad, Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, sagte in seiner Rede, dass sich die Kirche nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen dürfe. Sie erhalte finanzielle Mittel für ihre Kindergärten, Jugend- oder Altenhilfeeinrichtungen, um den Staat bei gesellschaftlichen Aufgaben zu unterstützen. Die Kirche müsse immer wieder vermitteln, was sie für die Gesellschaft mit ihrem Geld tue.

Der Ökumenereferent des Bistums Speyer, Thomas Stubenrauch, forderte angesichts des Mitgliederrückgangs in seinem Grußwort eine engere Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Kirche.