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Kirche - Osnabrück

Bischof Bode erinnert an Missbrauchsfälle

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Osnabrück (dpa/lni) - Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat Konsequenzen nach den vor kurzem bekannten gewordenen Missbrauchsfällen im Bistum Osnabrück angekündigt. Es habe im Bistum ernste Versäumnisse und Fehler gegeben, sagte Bode am Dienstag beim Weihnachtsgottesdienst im Osnabrücker Dom. Ein inzwischen 85 Jahre alter Priester habe in den 60-er bis 90-er Jahren nach bisherigen Erkenntnissen mehrere Kinder sexuell missbraucht.

Die schweren Vergehen würden bis heute eine breite Spur des Unheils nach sich ziehen, räumte Bode ein. Er selbst habe den Priester nach dessen Pensionierung zum zeitweiligen Leiter der Pfarrei und zum unterstützenden Priester ernannt. Dafür bitte er um Vergebung und Entschuldigung.

Ende September hatten die Bistümer Osnabrück, Hildesheim und Münster parallel zu einer bundesweiten Studie der katholischen Kirche die Missbrauchsfälle bekannt gemacht. Danach wurden in Niedersachsen und Bremen zwischen 1946 und 2014 mehr als 220 Minderjährige missbraucht. Beschuldigt werden 115 Geistliche, viele davon sind längst gestorben. Für die Justiz sind die Taten verjährt.