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Kirche - Limburg an der Lahn

Limburger Bischof bezeichnet Heiligsprechung als "Geschenk"

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Limburg/Rom (dpa) - Für den Limburger Bischof Georg Bätzing ist eine Heiligsprechung wie die der Ordensschwester Katharina Kasper immer noch zeitgemäß. Bätzing bezeichnete die Heiligsprechung in einem Schreiben an die Gläubigen des Bistums am Wochenende als "ein großartiges Geschenk". Damit würdige die Kirche das "Lebens- und Glaubenszeugnis" der Ordensschwester und schenke ihr weltweit Beachtung.

Die Gründerin der Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern im Westerwald sollte am Sonntag von Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom in den Stand der Heiligen erhoben werden. Sie wird die erste Heilige aus dem Bereich des Bistums Limburg sein. Etwa 1500 Pilger aus dem Bistum wollen nach Angaben eines Bistumssprechers die Heiligsprechung in Rom mitfeiern.

Bischof Bätzing zitierte in dem Brief auch seinen Amtsvorgänger Franz-Peter Tebartz-van Elst mit den Worten, Katharina Kasper sei "ein Lichtblick für die ganze Welt geworden". Zusammen mit Tebartz-van Elst wird Bätzing an diesem Montag (15.10.) einen Dankgottesdienst in Rom leiten. Nach Angaben des Bistums stellte Tebartz-van Elst den Antrag auf Eröffnung des Verfahrens.

Katharina Kasper hat 1851 den Orden "Die Armen Dienstmägde Jesu Christi" gegründet. Dieser setzt sich bis heute für Arme und Kranke ein. Die Gemeinschaft der Dernbacher Schwestern ist mittlerweile in neun Ländern auf vier Kontinenten vertreten. Dort arbeiten 560 Schwestern.