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Kirche - Köln

Erzbischof beurlaubt Geistlichen wegen Belästigungsvorwurf

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Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein hoher Geistlicher der katholischen Kirche in Düsseldorf ist wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung bis auf Weiteres von allen Ämtern beurlaubt worden. Es gehe um einen Fall, der sich im Jahr 2012 gegenüber einem erwachsenen Praktikanten ereignet haben soll, teilte das Kölner Erzbistum am Dienstag mit. Der Hinweis darauf sei am vergangenen Donnerstag eingegangen.

Der Düsseldorfer Stadtdechant - der Repräsentant der katholischen Kirche in der Stadt - sei daraufhin vom Kölner Kardinal Rainer Woelki bis zum Abschluss der eingeleiteten Verfahren beurlaubt worden. Der Geistliche selbst bestreite den Vorwurf.

"Ich bin unschuldig", sagt Stadtdechant Ulrich Hennes laut der "Rheinischen Post Online". Er werde in Düsseldorf wohnen bleiben. "Ich habe keinen Grund abzutauchen", sagte er RP-Online. Gottesdienste werde er allerdings vorübergehend nicht halten, da er beurlaubt sei.

Das Erzbistum hat den entsprechenden Hinweis nach eigenen Angaben der Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Zudem habe man unabhängig davon ein innerkirchliches Verfahren eröffnet. "Wir dulden keinerlei Form von sexualisierten Übergriffen und gehen entsprechenden Hinweisen und Verdachtsfällen konsequent nach", erklärte Woelki. Das Erzbistum betonte gleichzeitig, dass die Unschuldsvermutung gelte.

Laut RP-Online gab es gegen den Priester bereits in den 1990-er Jahren den Vorwurf einer sexuellen Belästigung eines älteren Jugendlichen. Damals sei er zu einer Therapie verpflichtet worden und habe diese auch absolviert. Ein Gutachten des Bistums habe danach ergeben, dass der Priester wieder ohne Auflagen arbeiten könne.