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Kirche - Hamburg

Erzbistum sucht "strategischen Partner" für Krankenhäuser

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Hamburg (dpa/lno) - Das katholische Erzbistum Hamburg will drei seiner Krankenhäuser nicht mehr allein bewirtschaften und sucht deshalb einen Miteigentümer. "Wir suchen einen strategischen Partner, um diese Krankenhäuser nachhaltig zu sichern und zu stärken und um auf die Herausforderungen und starken Konzentrationsprozesse im Krankenhaussektor besser reagieren zu können", sagte ein Sprecher des Erzbistums am Montag auf Nachfrage. Am Montag hatte Domkapitular Berthold Bonekamp auch die Belegschaft über die Pläne informiert. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

Das Bistum betreibt über die Ansgar-Gruppe das Marienkrankenhaus und das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg sowie das Marien-Krankenhaus in Lübeck. In allen drei Kliniken sind zusammen 2100 Menschen beschäftigt.

"Ziel unserer Suche ist die Übernahme einer mehrheitlichen Beteiligung durch eine Krankenhausgruppe mit katholischer Ausrichtung", sagte der Sprecher weiter. Die Einrichtungen sollen in katholischer Trägerschaft gehalten werden. Zudem will das das Erzbistum Hamburg Minderheitsgesellschafter bleiben.

Die drei Kliniken des Erzbistums stehen wirtschaftlich gut da, hieß es weiter. Mit dem Verkauf der Mehrheitsanteile will das Erzbistum seine Schulden weiter verringern. Das Erzbistum ist mit 83 Millionen Euro (Stand 2017) verschuldet. Neben den Krankenhäusern kommt nach Angaben des Erzbistums alles auf den Prüfstand - auch Schulen, Kirchen und Immobilien.