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Kirche - Fulda

Wegen des Zölibats: Bistümer haben Priester verloren

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Fulda/Limburg/Mainz (dpa/lhe) - Der Zölibat sorgt immer wieder für Diskussionen und hat in den vergangenen Jahren zum Amtsverzicht mehrere katholischer Priester in hessischen Bistümern geführt. In den vergangenen fünf Jahren kehrten fünf Geistliche im Bistum Fulda der Kirche den Rücken zu und im Bistum Mainz legten drei ihre Ämter nieder, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Das Bistum Limburg hatte nach eigenen Angaben im gleichen Zeitraum diesbezüglich keinen Personalverlust zu verzeichnen.

Der Zölibat, die verordnete Ehelosigkeit aus religiösen Gründen, ist umstritten. Grundsätzlich begründet wird der Zölibat mit der Wertschätzung von Keuschheit und Jungfräulichkeit sowie der Dienstfunktion von Klerikern. Angefacht wurde die Diskussion jüngst bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Ihr Vorsitzender Reinhard Marx sagte mit Blick auf den Zölibat, es müsse die Frage erlaubt sein, ob verheiratete Priester in der katholischen Kirche die absolute Ausnahme bleiben müssten. Bei der Sexualmoral gebe es "einen außerordentlichen Gesprächsbedarf", befand der Münchner Kardinal.