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Kirche - Dessau-Roßlau

Landeskirche arbeitet ihre NS-Geschichte auf: Publikation

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Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Evangelische Landeskirche Anhalts widmet ihrer Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus eine aktuelle Publikation. Die Schrift wurde am Freitag veröffentlicht, wie die Kirche mitteilte. Die Publikation beschreibe, wie Pfarrer sich von der NS-Ideologie blenden ließen und sie sich zu eigen machten. Kirchenstrukturen wurden damals gleichgeschaltet, Widerstand und Kritik gegen das NS-Regime hart verfolgt. "Wir müssen uns dieser dunklen Vergangenheit stellen", betonte Kirchenpräsident Joachim Liebig.

Aber es gab auch Widerstand. So gründete sich 1933 in Anhalt der Pfarrernotbund, der als Bekennende Kirche Widerstand gegen die Gleichschaltung leistete. Als sich im Juli 1945 die Anhaltische Landeskirche neu gründete, seien es diese Kräfte gewesen, die Verantwortung für die Erneuerung übernahmen, hieß es.

Die Landeskirche Anhalts ist in der Region Dessau-Roßlau beheimatet. Sie hat nach eigenen Angaben rund 32 600 Mitglieder.