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Dänische Minister besuchen Wildschweinzaun an Grenze

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Kopenhagen (dpa/lno) - Die dänische Regierung hat sich an der Grenze zu Deutschland einen Überblick über den im Bau befindlichen Wildschweinzaun verschafft. Umweltminister Jakob Ellemann-Jensen und Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby besichtigten das Projekt am Montag in der Nähe von Padborg. Nørby erklärte im Anschluss, der Einsatz gegen Wildschweine sei wichtig für Dänemark, weil die Afrikanische Schweinepest dem Land nähergerückt sei.

"Der Wildschweinzaun und unsere verstärkte Jagd auf Wildschweine tragen dazu bei, die Infektionskette zu durchbrechen, damit das Risiko verringert wird, dass die Afrikanische Schweinepest nach Dänemark gelangt", so die Ministerin. Wie der Radiosender DR Syd am Montag berichtete, wurden in diesem Jahr im Süden Jütlands allerdings erst sechs Wildschweine erlegt. Ein siebtes wurde demnach überfahren.

Von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen sind in Europa bislang vor allem osteuropäische Staaten, das Baltikum sowie seit September vorigen Jahres Belgien, wo der Erreger bei Wildschweinen nur etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt nachgewiesen wurde. Dänemark sorgt sich wegen seiner für den Export wichtigen Schweinezucht vor der ASP.

Das dänische Parlament stimmte deshalb im Juli 2018 mehrheitlich dafür, einen 1,50 Meter hohen Wildschweinzaun an der Grenze zu bauen. Im Januar wurden die ersten Pfosten in den Boden gerammt. Bei Fertigstellung soll der Zaun knapp 70 Kilometer lang sein und somit die gesamte deutsch-dänische Grenze entlangreichen.