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Tiere - Stuttgart

Umweltpolitiker der Union: Strenge Obergrenze für Wölfe

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Stuttgart/Berlin (dpa/bb) - Die umweltpolitischen Sprecher von CDU und CSU in Bund und Ländern fordern ein viel härteres Vorgehen gegen den Wolf. Man brauche in Anlehnung an Frankreich die Festlegung auf einen maximalen Bestand von 500 "Individuen" in Deutschland, heißt es in einem Papier, das die Unionspolitiker in Stuttgart beschlossen.

In Brandenburg liefen Wölfe bereits durch die Gärten und näherten sich Grundschulen, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Brandenburg, Dieter Dombrowski, am Dienstag in Stuttgart. Er wolle nicht in die Verantwortung gestellt werden, wenn Menschen zu Schaden kämen. In der Resolution fordern die Unionspolitiker auch die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht und den Abschuss auffälliger Tiere bereits bei "ernsten" Schäden.

Laut dem sogenannten Wolfsmonitoring für 2017/2018 der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) wurden 73 Rudel, 30 Wolfspaare und einige Einzelwölfe in Deutschland nachgewiesen. Eine Gesamtzahl der in Deutschland lebenden Wölfe lässt sich laut dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) nur als grobe Schätzung bestimmen, da die Rudelgröße zwischen drei und elf Tieren liege. Der Deutsche Jagdverband schätzt, dass es bundesweit mittlerweile mehr als 1000 Tiere gibt.

Der Wolf ist in der EU streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Nur Wölfe, die mehrfach Zäune überwinden und großen Schaden anrichten, indem sie zum Beispiel Schafe töten, dürfen bislang abgeschossen werden. Die Bundesregierung streitet derzeit über den Umgang mit den Tieren.