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Tiere - Spreetal

Studie: Wölfe fühlen sich auf Truppenübungsplätzen wohl

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Spreetal/Augustdorf (dpa/lnw) - Wölfe siedeln sich laut einer Studie lieber auf Truppenübungsplätzen an als in Naturschutzgebieten. Militärisches Gelände ist für die Tiere auch dann kein Problem, wenn dort Schießübungen stattfinden. "Das ist für alle Tiere eine gut berechenbare Störung", sagte Ilka Reinhardt, Leiterin der Studie, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Zwischen 2000 und 2015 entstanden laut Studie 16 neue Wolfsgebiete auf Militärgelände. Dagegen wählten die Räuber Naturschutzgebiete nur 9 Mal als Lebensraum. In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung im Dezember 2018 die Senne als zweites Wolfsgebiet ausgewiesen. Teil des Gebietes in Ostwestfalen-Lippe zwischen Paderborn und Bielefeld ist auch der gleichnamige Truppenübungsplatz der britischen Streitkräfte. Auf dem Gelände wurde im Juli 2018 erstmal ein Wolf nachgewiesen.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Vorliebe für Militärgebiet mit der geringeren Präsenz von Jägern zu tun hat. Die Wölfe selbst dürfen allerdings ohnehin nicht geschossen werden, sie sind in Deutschland streng geschützt.