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Tiere - Rodewald

Grundeigentümer sprechen Wald-Betretungsverbot aus

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Hannover (dpa/lni) - Die Grund- und Waldbesitzer mehrerer Jagdreviere im Landkreis Nienburg haben ein nächtliches Betretungsverbot für ihre Wälder ausgesprochen. Sie gehören zum Territorium des zum Abschuss freigegebenen Problemwolfes. Das Betretungsverbot gelte bis Dienstag (23. April) und diene der intensivierten Wildschweinjagd während der kommenden Vollmondnächte, sagte Kreislandwirt Tobias Göckeritz am Donnerstag. Die Landesregierung richte durch das fehlende Wolfsmanagement erhebliche Kollateralschäden im ländlichen Raum an, kritisierte er. Die Abschussverfügung des Umweltministers habe zu einem Tourismus der Wolfsschützer geführt.

Das Agrarministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Jagdgenossenschaften gar kein Betretungsverbot aussprechen dürften. Tatsächlich müssten dies die einzelnen Grundeigentümer machen, sagte ein Landkreissprecher. Der Problemwolf mit der Kennung GW717m soll zahlreiche Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys. Die Ausnahmegenehmigung zum Töten des Rüden wurde bis Ende April verlängert.