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Muschelforscher aus aller Welt tagen in Dresden

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Dresden (dpa/sn) - Forscher aus dem In- und Ausland wollen sich in Dresden mit den rückläufigen Beständen von Flussmuschelarten befassen. Klimawandel mit steigenden Wassertemperaturen und im Extremfall ausgetrockneten Bächen sowie Hochwasser setzten die Muschelvorkommen zusätzlich unter Druck, teilte die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt am Dienstag mit.

"Naturschützer aus Wissenschaft und Praxis versuchen, die zum Teil nur noch relikthaft vorkommenden Arten zu unterstützen, indem ihre Lebensräume wieder aufgewertet und besonders bedrohte Arten nachgezüchtet werden", erklärte die Stiftung. In Deutschland gelten viele Muschelarten als stark gefährdet oder unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Ziel sei es, dass die Arten langfristig wieder in vielen ihrer ursprünglichen Verbreitungsgebiete leben können, hieß es. Zunächst gelte es, die Ansprüche der Muscheln an ihre Lebensräume und ihre Nahrung besser zu erforschen. Nur so könnten alte Muschelbestände überleben und nachgezüchtete Muscheln in geeigneten Gewässern wieder angesiedelt werden.

Bei der Tagung geht es darum, aktuelle Methoden zur Identifizierung geeigneter Lebensräume für Muscheln vorzustellen. Mitveranstalter der Tagung vom 25. bis 27. März ist die Technische Universität Dresden. Es werden Experten aus 18 Ländern erwartet.

Ein aktuelles Bundesprojekt (ArKoNaVera) zum Schutz von Flussmuscheln untersucht seit gut drei Jahren Fließgewässer im Vogtland und in Bayern mit Blick auf Anforderungen der Flussperlmuschel und Malermuschel. Befunde sollen auf der Tagung vorgestellt werden.