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Tiere - Oberdiebach

Naturschützer werten Beweidungsprojekte im Land als Erfolg

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Oberdiebach (dpa/lrs) - Tierische Rasenmäher halten Flächen offen: Inzwischen gibt es auf insgesamt Hunderten Hektar Dutzende Beweidungsprojekte in Rheinland-Pfalz. Naturschützer werten die Ansiedlung von oft robusten Tierrassen wie Heckrinder, Konikpferde und Schottische Hochlandrinder, die auch kalte Winter ohne Stall nicht scheuen, als einen Erfolg. Ziegen, Schafe, Bergesel und Rotwild finden sich ebenfalls auf Flächen, die vor zu viel Bewuchs bewahrt werden sollen. "Das fördert die Artenvielfalt", sagt Ann-Sybil Kuckuk vom Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz in Mainz. "Außerdem tun wir etwas zur Erhaltung seltener alter Tierrassen."

Holger Schanz von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR) in Mainz nennt Beispiele: "Schlingnattern, Mauereidechsen und Blauflügelige Ödlandschrecken zum Beispiel brauchen bei uns offene Landschaften." Die GNOR kümmert sich bei Oberdiebach im Kreis Mainz-Bingen auf rund 30 Hektar um eine Herde von Exmoor-Ponys und Ziegen. "Die Ziegen gehen mehr an Büsche, die Pferde fressen eher Gras - damit ergänzen sie sich gut." Laut Kuckuk siedeln sich auf tierisch offen gehaltenen Flächen oft auch seltene Pflanzen an, beispielsweise Orchideen.