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Tiere - Mainz

Wegen überwiegender Bodenhaltung: Land will mehr Öko-Eier

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Mainz (dpa/lrs) - Die meisten Legehennen in Rheinland-Pfalz leben in Bodenhaltung. 141 solcher Betriebe mit insgesamt maximal gut einer Million Hennen gibt es im Land, wie das Umweltministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur sagte. Diese Statistik von 2018 erfasst allerdings nur Bestände ab 350 Hennen. 62 Betriebe mit bis zu rund 116 300 Hühner produzieren Eier in Freilandhaltung. Und 44 Betriebe mit einer Kapazität von rund 65 700 Hennen bieten Öko-Eier.

"Das Bio-Ei macht in Deutschland inzwischen rund elf Prozent der Gesamteinkäufe an frischen Eiern aus und gehört zu den gefragtesten Bio-Erzeugnissen überhaupt", sagte Ministerin Ulrike Höfken (Grüne). Mit ihrem Bioaktionsplan wolle die Landesregierung dieses Angebot stärken.

Sechs Unternehmen halten der Statistik zufolge maximal etwa 28 100 Legehennen in Käfigen. Diese Kleingruppenhaltungen ist dem Ministerium zufolge auf eine Bundesratsinitiative von Rheinland-Pfalz ab 2025 verboten.

Wie viele mobile Hühnerställe es im Land gibt, weiß die Landesregierung nicht genau. "Die Entwicklung der Bio-Betriebe, die beim Europäischen Innovationspartnerschaftsprojekt mitmachen, zeigt jedoch eine deutliche Steigerung dieser Haltungsform." In dem Projekt werden 13 Bio-Betriebe mit Legehennen untersucht. Die Zahl ihrer Ställe ist von 2015 bis 2018 um 82 Prozent auf 31 gestiegen, die der Hennen sogar um 92 Prozent auf mehr als 9200.

Mobile Ställe gelten dem Ministerium zufolge als eine der tierfreundlichsten Haltungsformen von Legehennen und als Einstieg in die Geflügelhaltung. In den transportablen Ställen können Hühner auch nach konventioneller Wirtschaftsweise gehalten werden.