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Tiere - Kiel

Wieder ein Delfin in der Kieler Förde

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Kiel (dpa) - Ungewöhnlicher Gast in der Kieler Förde: Bereits seit mehreren Wochen taucht ein Delfin immer wieder nahe der Schwentinemündung auf. "Das ist ein sogenannter gewöhnlicher Delfin", sagte der Meeresbiologe Boris Culik am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Diese würden um die 2,20 Meter groß. Das Kieler Exemplar sei aber recht klein, nur etwa 1,60 Meter. "Dem gefällt es hier sehr gut." Es handele sich um ein Männchen.

Das Tier verhalte sich etwas auffällig, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. "Es schwimmt immer im Kreis." Vom Wasser aus beobachtete am Dienstagnachmittag auch ein Kajak-Fahrer den Delfin. "Ich habe das Gefühl, er wird immer zutraulicher", sagte der Mann.

Bereits vor drei Jahren hatte ein Delfin in der Kieler Förde für Aufsehen gesorgt und Schaulustige angelockt. Es handelte sich damals um einen großen Tümmler. Weil Neugierige in einem Schleusenbereich nahe dem Nord-Ostsee-Kanal baden gegangen waren, um dem Tier besonders nahe zu kommen, musste die Wasserschutzpolizei damals eine Warnung aussprechen. Das Baden nahe Schleusen ist untersagt.

Meeresbiologe Culik stellte damals die These auf, dass der Delfin vermutlich für den Tod von Schweinswalen vor Kiel verantwortlich sei. Eine solche Gefahr gehe von dem neuen Besucher aber nicht aus, sagte Culik. Dieser Delfin komme von der Größe und vom Gewicht her gar nicht in Betracht, Schweinswalen gefährlich zu werden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei gibt es aktuell bei Schweinswalen auch keine auffällige Anzahl von Totfunden.

"Wahrscheinlich ist der Delfin noch jung und auf Wanderschaft", sagte Culik. Trubel scheine das Tier nicht zu stören. Manchmal komme der Delfin in die Nähe von Paddlern. "Der dreht hier einfach seine Runden." Wie lange das Tier noch in der Kieler Förde bleiben werden, kann der Wissenschaftler nicht prognostizieren. Dies könne auch davon abhängen, ob er genug Fische finde. "Man weiß, dass Delfine Sprotten, Heringe, Makrelen, aber auch Dorsche gerne fressen." Der Delfin sehe aber gut genährt aus.