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Tiere - Hannover

Wolf trickst Wissenschaftler aus

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Der Versuch von Wissenschaftlern in Niedersachsen, Wölfe für die Ausstattung mit einem GPS-Sender in eine Falle zu locken, scheitert bislang offenbar an der Intelligenz der Tiere. Seit etlichen Wochen erfolglos geblieben sei der Versuch, einen Wolf eines Rudels in Munster mit einem Sender zu versehen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover am Mittwoch. Kein Tier sei bislang in die auf einem Bundeswehrgelände aufgestellte Kastenfalle gelaufen. "Bei der Kastenfalle ist es so, da steht ein Kasten im Wald, da soll der Wolf rein, der aber ist schlau und geht da nicht rein."

Anders vorgegangen werden soll deshalb bei der Besenderung eines Wolfsrudels nordöstlich von Bremen, das unter Umständen für eine Beißattacke auf einen Gemeindearbeiter in Steinfeld verantwortlich ist. Mit einem externen Unternehmen seien dazu am Dienstag Gespräche geführt worden. Eingefangen werden sollen die Wölfe hier mit einer Schlinge oder einer sogenannten Soft-Catch-Falle. Dabei handelt es sich um eine Tretfalle, deren Schlagbügel mit weichem Material ummantelt sind, was Verletzungen für das Tier so gut wie ausschließt. Ob diese Methode am Ende schneller zum Ausstatten der Wölfe mit Sendern führt, sei offen, so die Sprecherin. "Wir sind darauf angewiesen, die Tiere zu finden und einzufangen."