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Tiere - Gensingen

Verband macht Vorschläge gegen Afrikanische Schweinepest

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Mainz (dpa/lrs) - Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hat der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd konkrete Maßnahmen von der Landesregierung gefordert. Sichtungen von Wildschweinen und durch sie verursachte Schäden sollten online erfasst und umfassend beobachtet werden, teilte der Verband am Mittwoch mit. Zudem solle das Verbot von Nachtzielgeräten bei der Jagd aufgehoben werden.

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Krankheit fordert die Landesregierung von den Jägern schon seit Monaten eine verstärkte Jagd auf Wildschweine. Das Virus hatte sich Ende Juni in Tschechien ausgebreitet und könne "jeden Tag auch in Rheinland-Pfalz ausbrechen", meinte das Umweltministerium in Mainz bereits im Herbst. Die Viren verbreiteten sich sehr leicht und seien schwer zu bekämpfen, da es bislang keinen Impfstoff gebe.

Auch der Landesjagdverband meint, dass eine Reduzierung der Population nötig ist, um die Übertragungsgefahr von Wildschwein zu Wildschwein einzudämmen. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl an Wildschweinen auch in Rheinland-Pfalz zunimmt; Statistiken dazu aber gibt es nicht. Die Zahlen der erlegten Tiere schwankt deutlich. Eine Steigerung der Anzahl erlegter Tiere ist daraus seit 2008 nicht zu erkennen. In der Jagdsaison 2016/2017 wurden 60 722 Wildschweine erlegt.

Für eine stärkere Jagd fordert der Bauern- und Winzerverband eine Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Wildschwein. Zudem solle die Landesregierung die Lagerung von Wildbret und entsprechende Vermarktungsinitiativen unterstützen.