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Soziales - Schwerin

Landesjugendring fordert mehr Landesmittel für Jugendarbeit

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Schwerin (dpa/mv) - Die von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) angekündigte Mittelaufstockung für die kommunale Jugendarbeit reicht dem Landesjugendring nicht aus. "Eine Erhöhung um lediglich den Inflationsausgleich der letzten 22 Jahre ist viel zu wenig! Bereits die Personalkosten sind in dem Bereich in dieser Zeit ungleich höher gestiegen", erklärte Jugendring-Vorstandsmitglied Markus von Jan in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung. Nur wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich verbesserten, seien auch die benötigten Fachkräfte für die Jugendarbeit zu bekommen. Zudem müsse bei der Berechnung der Landeszuschüsse beachtet werden, dass sich die Angebote der freien und kommunalen Jugendarbeit inzwischen schon an Kinder ab 6 Jahren richteten.

Drese hatte in einem Gespräch mit dem Sender NDR 1 Radio MV gesagt, dass es von 2020 an deutlich mehr Geld für die Jugendarbeit gebe. Wie ein Sprecher ihres Ministeriums am Mittwoch sagte, sei dies ein Schwerpunkt in den Gesprächen zum Doppelhaushalt 2020/2021 gewesen. Diese sollen in der kommenden Woche mit einer Kabinettsklausur abgeschlossen werden, ehe der Etatentwurf dann zur Beratung in den Landtag geht. Drese gehe es vor allem darum, die Fördersätze für die Jugendarbeit öffentlicher Träger zu erhöhen, hieß es.

Diese betragen seit Jahren 5,11 Euro pro Kopf und werden für Jugendliche zwischen 10 und 26 Jahren ausgereicht. Pro Jahr stellt das Land laut Ministerium derzeit etwa 1,15 Millionen Euro bereit. Kommunen und Wohlfahrtsverbände hatten mehrfach kritisiert, dass die Landeszuschüsse seit 22 Jahren nicht angepasst wurden. Wie hoch sie künftig sein werden, steht laut Ministeriumssprecher noch nicht fest.