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Soziales - Neumünster

60 000 Schüler jobben einen Tag für soziale Jugendprojekte

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Neumünster/Berlin (dpa/lno) - Für den Sozialen Tag haben laut Veranstalter rund 60 000 Schüler in ganz Deutschland am Mittwoch gejobbt. "Das an diesem Tag verdiente Geld fließt in Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa und Jordanien", erklärte Anton Stapmanns von der Stiftung "Schüler Helfen Leben" in Neumünster. "Wir rechnen bundesweit wieder mit Einnahmen in Höhe von mehr als einer Million Euro." Beim Sozialen Tag sind seit dem Start 1998 Spenden in Höhe von 30 Millionen Euro zusammengekommen.

In Schleswig-Holstein beteiligten sich 204 Schulen - etwa 20 weniger als im Vorjahr. Rund 24 000 Schüler hatten sich angemeldet. Die teilnehmenden Schulen gaben ihnen dafür schulfrei. Diesmal standen zwei Hilfsprojekte im Fokus - ein Jugendzentrum mit syrischen Flüchtlingen in Jordanien und ein Jugend-Musicalprojekt in Serbien über die Diskriminierung der Sinti und Roma in dem Balkanland.

"Schüler Helfen Leben" ist nach eigenen Angaben die größte jugendliche Hilfsorganisation in Deutschland. Der Soziale Tag fand zunächst alle zwei Jahre statt, seit 2006 jährlich. Schleswig-Holstein und weiter norddeutsche Länder sind Schwerpunkte.

Das Prinzip des Sozialen Tages: Schüler tauschen einen Tag lang die Schulbank gegen einen Job - etwa Rasen mähen oder als Verkäufer jobben. Es gibt auch Gruppenaktionen wie Sponsorenläufe oder Flohmärkte. Die Initiative erhielt 2011 den Europäischen Bürgerpreis.