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Soziales - Magdeburg

Erste Opfer der DDR-Behindertenhilfe entschädigt

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Stiftung Anerkennung und Hilfe hat die ersten sachsen-anhaltischen Opfer von Behindertenhilfe und Psychiatrie in der DDR entschädigt. Bis zum Jahreswechsel habe die Stiftung rund 250 000 Euro ausgereicht, teilte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag mit. 40 der bislang 73 eingereichten Anträge seien positiv beschieden worden.

Bund, Länder und die Kirchen hatten die Stiftung 2017 gegründet. Sie soll Menschen, die in stationären Einrichtungen der DDR der Behindertenhilfe oder Psychiatrie untergebracht waren, für das Leid und Unrecht, das sie dort erfahren haben, entschädigen. Viele Betroffene leiden bis heute an den Folgen. Anträge können bis zum 31. Dezember beim Sozialministerium gestellt werden. Sachsen-Anhalt beteiligte sich mit 8,8 Millionen Euro an der Stiftung.