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Soziales - Kiel

SPD fordert rascheren Ausbau der Frauenhäuser

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Kiel (dpa/lno) - Die SPD fordert von der Landesregierung einen rascheren Ausbau der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein. "Die Umsetzung des Sofortprogramms zur Sanierung der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein hat immer noch keine Fahrt aufgenommen und verdient den Namen Sofortprogramm nicht", sagte SPD-Fraktionsvize Beate Raudies der Deutschen Presse-Agentur. Bereits 2017 habe der Landtag fraktionsübergreifend die Sanierung der Einrichtungen beschlossen.

"Die dazugehörige Richtlinie wurde aber erst Ende 2018 fertig, und so wundert es nicht, dass in 2018 kein Cent geflossen ist", sagte Raudies. Bislang sei erst eine Förderung bewilligt worden - der Neubau des Frauenhauses in Eutin. Zwei weitere Maßnahmen prüfe die Landesregierung noch immer.

"Wir sehen mit Sorge, dass die Landesregierung bei der Sanierung der Frauenhäuser im Schneckentempo agiert." Dabei reichten die Plätze für in Not geratene Frauen im Norden nicht aus. "Frauenhäuser sind unverzichtbare Anlaufstellen für Frauen und ihre Kinder, die vor häuslicher Gewalt fliehen müssen", sagte Raudies.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die CDU-geführte Landesregierung mit den kommunalen Landesverbänden einen Vereinbarung getroffen, für 2019 und 2020 Geld für 30 zusätzliche Plätze in Frauenhäusern zur Verfügung zu stellen. "Die Belastung der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein ist bekanntermaßen hoch", sagte Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) damals. Eine Bedarfsanalyse soll ermitteln, wie hoch der Bedarf an Plätzen im Land ist. Derzeit gibt es insgesamt 319 Plätze in 16 Frauenhäusern.